Webinar zur Saatgutvielfalt aus dem Projekt „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“

Unter dem Titel „Wer die Saat hat, hat das Sagen“ bietet das Frauenwerk der Nordkirche am 6. Februar 2021 von 15 – 17 Uhr ein Webinar im Rahmen ihres Projektes „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“ an.

Das Projekt ist eine Initiative für mehr Saatgutvielfalt, Humusaufbau und Lebensräume für Insekten. Das Frauenwerk der Nordkirche und einige Kirchenkreisfrauenwerke, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, die Infostelle Klimagerechtigkeit und das Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche haben dieses nachhaltige Gemeinschaftsprojekt mit einer Förderung der Bingo-Umweltlotterie entwickelt und engagieren sich, um Gottes Schöpfung für kommende Generationen zu bewahren.

Zum Webinar:
Der Umgang mit unserem Saatgut wirft viele Fragen auf!
Von den politischen Hintergründen, über Patent- und Markenrecht bis hin zur Erhaltungszucht von „alten Gemüsesorten“ gibt es viele Themenbereiche, bei denen Hintergrundwissen gefragt ist.

Kathrin Reckling-Freitag von der Regionalgruppe Nord des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt wird in diesem Webinar informieren, praktische Tipps geben und mit den Teilnehmer*innen über ganz konkrete Schritte auf dem Weg zu einer souveräneren Saatgutvielfalt diskutieren.

Themen werden sein:
-> „zwischen Gesetz + Freiheit“: Sortenschutz, Patente und Markenschutz
-> „biologische Vielfalt contra Sortenerhaltung“: Hybridsaatgut, Vererbungsbiologie
-> „alte Sorten“: Samenfestigkeit, Erhaltungszucht und Saatgutgewinnung

Anmeldungen sind möglich unter: https://www.klima-erden.de/aktuell/wer-die-saat-hat/

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Kampagne „Saatgut – Vielfalt findet statt!“

Jetzt im Frühjahr ist die Zeit für Saatguttauschbörsen, Austausch und Gespräch, Diskussion und gemeinsame Aktionen. Wenn da nicht der Corona-Virus unterwegs wäre und die Pandemie nicht gerade diese Art von Treffen unmöglich machen würde.

Also – was tun?

Viele Engagierte, Vereine und Aktionen haben sich in der Kampagne „Saatgut – Vielfalt findet statt!“ zusammengefunden. Nach einem kreativen Austausch – online natürlich – über die Möglichkeiten, Saatguttauschbörsen auch kontaktarm oder sogar kontaktfrei zu gestalten, wurde diese Kampagne ins Leben gerufen.

Unter einem gemeinsamen Logo und dem Hashtag #SAATGUTVIELFALTFINDETSTATT! wird Werbung für einen virtuellen Austausch von Saatgut gemacht.

Ziel der Kampagne „Saatgutvielfalt findet statt!“ ist es, die Ziele und Aufgaben der Saatgutfestivals und -börsen zu unterstützen und mehr Menschen für die Kulturpflanzenvielfalt zu begeistern. So soll versucht werden, trotz der alles beherrschenden Corona-Pandemie die Öffentlichkeit zu erreichen und das Thema Saatgutvielfalt weiter in der Diskussion zu halten.

Mehr Informationen unter: http://www.saatgutvielfalt-findet-statt.de .

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Mobile Saatgutbibliothek Schleswig-Holstein in der Fahrbücherei

Bohnen, Tomaten, Erbsen und Radieschen: Mit der Ausleihe von Saatgut starten Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Regionalgruppe Nord des VEN ein innovatives Projekt, um alte Gemüsesorten zu erhalten und Kulturtechniken zu bewahren. Der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat die Schirmherrschaft übernommen.

Mit der deutschlandweit einmaligen Mobilen Saatgutbibliothek verleihen schleswig-holsteinische Fahrbüchereien erstmals auch Saatgut. Im heimischen Garten wird daraus Gemüse gezogen, geerntet und im Idealfall fachgerecht vermehrt. Das neugewonnene Saatgut kann an die Fahrbüchereien zurückgegeben werden und anschließend im darauffolgenden Jahr von anderen Fahrbücherei-Nutzerinnen und Nutzern ausgesät werden. Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) stellt als Projektpartner für den Start einen Großteil des Saatguts zur Verfügung. Ziel ist es, das gärtnerische Wissen der Saatgutvermehrung als Teil der Alltagskultur zu erhalten und neu zu verbreiten.

„Welchen Stellenwert der eigene Garten mit all seinen Möglichkeiten hat, hat die Corona-Krise vielen Menschen vor Augen geführt. Der Anbau von Obst und Gemüse hat in diesem Jahr einen Boom erlebt. Dabei kann man zugleich auch etwas für die Biodiversität und für den Erhalt alter Obst- und Gemüsesorten tun. Die mobile Saatgutbibliothek ist eine wunderbar nachhaltige Idee, die hilft, alte Gemüsesorten zu vermehren – und die auch all jene an die Hand nimmt, die keinen allzu grünen Daumen haben. Ich freue mich auf die Früchte dieser Initiative – sei es in Form der Bildungsarbeit oder im Gemüsebeet“, erklärte Umweltminister Jan Philipp Albrecht als Schirmherr anlässlich des Projektstarts.

Gefördert mit Mitteln der Bingo! Umweltlotterie in Höhe von 13.259 Euro hat die Büchereizentrale nach nordamerikanischem Vorbild sortenreine Bohnen-, Tomaten-, Erbsen- und Radieschensamen für insgesamt sieben Mobile Saatgutbibliotheken ausgewählt, die während der Haltezeiten in 300 Gemeinden an 1.000 Haltestellen von den Nutzerinnen und Nutzern der Fahrbücherei entliehen werden können. Im Herbst werden Erntefeste veranstaltet, die Hobbygärtner zusammenbringen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam den Ertrag zu feiern.

Speziell zusammengestellte Saatgutmischungen unterstützen Kindertagesstätten bei der Vermittlung von Wissen rund um den Gemüseanbau. Kinder lernen so innerhalb einer Gartensaison die Natur und ihre ökologischen Zusammenhänge kennen. Ergänzt wird das Projekt durch passende Sach- und Bilderbücher aus der Fahrbücherei.

Zum landesweiten Start des von der Büchereizentrale initiierten Projekts überreicht Oke Simons die erste Mobile Saatgutbibliothek an das Team der Fahrbücherei 6 im Kreis Schleswig-Flensburg. Anschließend lernen Interessierte in einem Workshop des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V., wie Samen von Radieschen und anderen Gemüsearten durch Dreschen gewonnen werden.
Diese Fahrbüchereien beteiligen sich an dem Projekt:
F2 Kreis Rendsburg-Eckernförde
F3 Kreis Steinburg
F6 Kreis Schleswig-Flensburg
F10 Kreis Plön
F11 Kreis Stormarn
F14 Kreis Ostholstein
F15 Kreis Segeberg

Weitere Informationen unter: www.mobilesaatgutbibliothek-sh.de

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„Alte Gemüsesorten retten“ – Tomma Willms in NaturNah beim NDR

Alte Sorten erhalten

In Ostfriesland sind viele alte Sorten von Erbsen, Bohnen oder Grünkohl vom Aussterben bedroht. Tomma Willms versucht gemeinsam mit Reinhard Lühring diese alten Sorten zu erhalten. Neben der eigenen Erhaltungszucht werden auch laufend Paten gesucht, die bei der Reaktivierung und Weiterverbreitung dieser alten Sorten helfen.

In einer sehr lebhaften und sachlich fundierten Reportage hat der NDR diesem Thema nun einen Beitrag in der Reihe „NaturNah“ gewidmet.

Noch bis zum 11.02.2021 ist der Beitrag in der Mediathek des NDR zu finden.

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Bohnen-Austausch und -rückgabe im Museum für Nutzpflanzen (Hamburg)

Am 17. November 2019 durften wir im Museum für Nutzpflanzen im Botanischen Garten Klein-Flottbek die Bohnen-Rückgabe von Cordulas Bohnenschatzkiste durchführen: Erhalter und Vermehrer, die in dieser Saison verschiedene Sorten aus der Bohnenschatzkiste erhalten haben, brachten ihre Erträge zurück: Insgesamt 44 Portionen von 32 registrierten TeilnehmerInnen. Alles wurde am Rückgabetisch notiert und registriert.

Aber nicht nur Erhalter und Vermehrer waren gekommen, auch andere Bohnen-Interessierte. Nachdem es zunächst nur schleppend und wenige Anmeldungen gab, waren am Ende doch mehr Bohnenfans gekommen als erwartet: Durch das Kommen und Gehen hat man leicht den Überblick verloren, aber 40-45 Leute werden es wohl gewesen sein. Die Teilnehmer sind u.a. vom Jadebusen, von der Nordseeküste, aus NRW, Lüneburg, Flensburg, Mecklenburg und natürlich aus Hamburg und Umgebung angereist. Unsere jüngste Vermehrerin mit 11 Jahren ist auch extra vorbei gekommen.

Aber die Bohnen-Rückgabe war längst nicht alles! Es gab natürlich auch die übliche Ausstellung eines Teils der Bohnenschatzkiste, einen Tausch-Tisch, einen Tisch zur Demonstration von Verkreuzungen, Saatgut aller Art von Birgit und Karen, ein gut gedecktes Buffets (mit Bohnenaufstrich!) und einen sehr interessanten Vortrag des Lüneburger Biologen Peter Szekeresz über Merkmale von Bohnen: Wuchs, Muster, Farben, Samenform, Aroma …

Die Veranstaltung fand bei den Teilnehmern großen Anklang, und Austausch und Informationen wurden begierig aufgesaugt. Auf diesem Weg auch noch einmal herzlichen Dank an alle Besucher, die sich so aktiv eingebracht haben, sowie an Frau Dr. Schwarz, Leiterin des Museums für Nutzpflanzen im Loki-Schmidt-Haus. Das Museum für Nutzpflanzen in Hamburg-Flottbek war ein toller Gastgeber! Wir bekamen einen gut ausgestatteten, großen Raum mit Beamer, Tischen, usw.

Am Ende war allen klar: Diese Aktion war sicher nicht die letzte Kooperation mit dem Museum für Nutzpflanzen. Uns (Birgit und Karen) hat auch die Vorbereitung viel Spaß gemacht, und das nächste Event steht schon vor der Tür…

(Artikel: KE)

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Herbstliches Bohnen-Treffen im Norden

Foto: Karen Engelke

Am 17. November öffnet das Museum der Nutzpflanzenvielfalt, Loki-Schmidt Haus für den VEN und die Bohnenschatzkiste zwischen 11 und 15 Uhr seine Türen.

Bohnenerhalter und -vermehrer sowie weitere Interessierte sind eingeladen zu Vorträgen des Biologen Peter Szekeres über die Erfassung von Merkmalen von Bohnen aus der Erhalter- und Vermehreraktion und über die Bohnenschatzkiste von Cordula Metzger. Mitglieder des Erhalterrings „Reisebohne Mecklenburg“ können über die Vermehrungsarbeit in einem Erhalterring informieren. Das Saatgut dieser Saison kann abgegeben, verglichen und getauscht werden. Es gibt Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch rund um den Bohnenanbau und das Ausfüllen der Erfassungsbögen sowie Informationen über Saatgutgewinnung und Verkreuzungen. Cordula Metzger u.a. sind mit einem Teil der Bohnenschatzkiste und Erhaltersorten vor Ort.

Foto: UHH_LSH_Schwarz

Wir möchten Euch einladen, Eurer Saatgut mitzubringen, über Eure Erfahrungen zu berichten und euch miteinander auszutauschen, was es sonst noch zu Bohnen gibt. Auch Fragen zu den Erfassungsbögen beantworten wir vor Ort gerne.

 

 

 

Bitte meldet Euch zu diesem Treffen vorher an bei:

Cordula Metzger Mail: garden[ät]carpediem-living.de

Termin: 17. November, 11:00 – 15:00 Uhr
Ort: Museum der Nutzpflanzen, Loki-Schmidt Haus, Institut für Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie, Ohnhorststr. 18, 22609 Hamburg
https://www.biologie.uni-hamburg.de/einrichtungen/wissenschaftliche-sammlungen/loki-schmidt-haus.html und https://nutzpflanze.blogs.uni-hamburg.de/

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Film: „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“

C by w-film

Copyright by W-film

„Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die
ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch
schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer
zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immer gleichen Supermarktware abspeisen
lassen. Ein lebensverändernder Dokumentarfilm von Taggart Siegel und Jon Betz, so
farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten. Mit weltweit bekannten
Umweltaktivisten wie Vandana Shiva, Jane Goodall, Raj Patel und Percy Schmeiser.
(Pressetext, W-film)

Der Dokumentarfilm „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ macht in eindrucksvoller Weise auf die Problematik des Umgangs mit Saatgut, auf die Probleme der Patentierung von Saatgut und auf den Missbrauch sortenrechtlicher Rechtslagen und die weitreichenden Konsequenzen davon aufmerksam.
Mit ihrem vielfach preisgekrönten Film machen Taggart Siegel und Jon Betz mit den leidenschaftlichen Vertretern eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgangs mit Saatgut bekannt.

Mehr Infos zum Film und viele weitere Termine unter https://www.wfilm.de/unser-Saatgut/ 

Mitglieder des VEN-Nord werden bei den Filmvorführungen anwesend sein und anschließend über die Arbeit des Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt informieren:

16. Oktober 2019; 19:30 Uhr
in Hamburg Bergedorf; Cafe Chrysander beim Bergedorfer Schloß, Chrysanderstr. 61, 21029 Hamburg Bergedorf

21. Oktober 2019; 18:00 Uhr
Bürgerhaus Kaltenkirchen; Anmeldung bei der VHS Kaltenkirchen Tel.: 04191-91760 oder unter info@vhskaltenkirchen.de

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„Tante Annemarie“ und andere Bohnen-Raritäten gesucht

Bohnenvielfalt (Foto: KReF)

Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt sucht Bohnenhüter und Bohnenschätze: Der Verein möchte gerne im Norden einige nordische Bohnen erhalten und sucht „Vermehrer“ und „Erhalter“. Gärtner, die gerne Schätze vor dem Aussterben bewahren oder alte Familiensorten vermehren möchten, können Saatgut aus der Bohnenschatzkiste „ausleihen“ und sich in einer Erhalterliste eintragen lassen.

Gerade in den dunklen Monaten werden viele Keller durchstöbert und Schätze entdeckt. So auch bei einer Familie, deren Großmutter über viele Jahre hinweg eigene Bohnensorten angebaut und vermehrt hat. So ist über die Jahre eine eigene lokale Sorte entstanden, die den Witterungsverhältnissen vor Ort besonders gut angepasst ist. Die Angehörigen dieser alten Damen im Kreis Stormarn haben bei einer solchen Aktion eine ganze Kiste voller Bohnensaatgut im Keller gefunden. Ob das Saatgut noch keimfähig ist, wird sich in diesem Frühjahr zeigen.

Dieses und vieles weitere Saatgut alter Sorten aus den Saatgutbibliotheken des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt soll erhalten und vor dem Aussterben bewahrt werden. In den vergangenen Jahrzehnten sind durch die Industrialisierung der Landwirtschaft viele Gemüsesorten verschwunden. In den Supermärkten finden sich nur leicht anbaubare und genormte Einheitssorten – da geht es um Einheitlichkeit und Lagerfähigkeit, nicht um Geschmack und klimatische Anpassung. Alte Sorten variieren in Aussehen, Farbe Geschmack und haben dann gegenüber den Hybridsorten aus dem Handel oft das Nachsehen.

Deshalb sucht der Verein erfahrene und neugierige Gärtner und Gärtnerinnen, denen die Erhaltung alter Sorten am herzen liegt.

Als „Erhalter“ sollten die Bohnen zusammen mit anderen Gärtnern über mehrere Jahre angebaut und beobachtet werden. Die so entstehenden Beschreibungen werden in der Datenbank der Bohnenschatzkiste gespeichert. Jedes Jahr soll ein Teil des Saatguts zurückgegeben werden, um die Bohne weiter zu verbreiten und somit langfristig den Erhalt zu sichern.

Kurzfristig sucht der Verein immer wieder „Vermehrer“. Wenn wenig oder altes Saatgut vorhanden ist, soll das Saatgut erst einmal vermehrt und damit gesichert werden, um dann weiter in einem „Erhalterring“ erhalten zu werden.

Der Verein hat einige nordische Sorten aufgetan, die nun in Schleswig-Holstein weitervermehrt werden sollen. Der Verein für Nutzpflanzenvielfalt arbeitet mit der BohnenSchatzkiste zusammen, in der mehr als 800 Sorten verwahrt werden und die ihren Sitz im Kreis Herzogtum Lauenburg hat: Alle Bohnen können auch im www.Bohnen-Atlas nachgeschlagen werden.

Bohnenraritäten:

Die Einlochbohne Mecklenburg wurde dem Verein 2016 zugesandt. Sie wurde in den 70ern von der Familie Hildebrandt in einem Dorf bei Neugruppin entdeckt und seitdem vermehrt. Für eine Einlochbohne ist sie eher untypisch, da sie höher wächst und wie Reiserbohnen eine Stütze braucht. Bisher fehlen noch Berichte zu dieser Bohne, vermutlich wird sie als Körnerbohne verwendet. Es ist ein schönes nierenförmiges plattes tief weinrotes Korn. Für diese Bohnen können noch 3 Erhalter aufgenommen werden.

Die Eisbohne Olrogge ist bisher die einzige Bohne aus Schleswig Holstein, die der Verein im Bestand hat. Diese Bohne wird seit 2004 wieder aktiv erhalten und es sollen gerne Erhalter in Schleswig Holstein gefunden werden. Es handelt sich um eine robuste schwarze Körnerbohne, die von der Familie Olrogge im Raum Schleswig über Jahrzehnte vermehrt wurde. Für diese Bohnen können noch 3 Erhalter aufgenommen werden.

Auch zur Buschbohne Anthbäcksböna fehlen noch Erfahrungsberichte. Es handelt sich um eine schwedische zarte Buschbohne, die vermutlich schon lange kultiviert wird. Aktuell steht nur wenig Saatgut zur Verfügung. Für diese Bohne werden aktuell Vermehrer gesucht.

Bunte vom Kiekeberg

Die Herkunft ist nicht ganz klar, eventuell stammt sie aus Schweden. Eine schöne zarte gelbhülsige Sorte. Für diese Bohne werden aktuell Vermehrer gesucht.

Solberga ist eine schwedische Puffbohne die schon seit 1916 kultiviert wird. Bei Puffbohnen dürfen keine anderen Puffbohnen kultiviert werden, um hier Kreuzungen zu vermeiden. Für diese Bohne werden dringend 3 Erhalter gesucht.

Lillökna ist ebenfalls eine schwedische Puffbohne. Es soll sich um eine alte Sorte handeln, mehr Informationen konnten noch nicht recherchiert werden. Für diese Bohne werden 3 Erhalter gesucht.

Mor Kristin ist eine alte schwedische Sorte von etwa 1915. Vermutlich handelt es sich um eine Körnerbohne, für die der Verein gerne einen Erhalterring gründen möchte.

Prinsesse ist eine alte dänische Buschbohne, die als klassische Körnerbohne verwendet wird.

Carmencita ist eine dänische Wachsbohne von etwa 1947. Auch für diese Bohne möchte der Verein gerne einen Erhalterring gründen.

Türkische Erbse (Törsch Arfen) ist ein norddeutscher Klassiker für Birnen, Bohnen und Speck. Die Sorte ist typisch im Hamburger Raum und wurde 1933 das erste Mal erwähnt. Türkische Ware war der Sammelbegriff im 16. Jh. Für diese Sorte möchten der Verein gerne einen Erhalterring gründen.

Kontakt: Cordula Metzger Mail: bohnen[ät]nutzpflanzenvielfalt.de

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NDR SH-Magazin besucht „Gartentausch mit Saatgutplausch“

Der NDR hat die Saatgutbörse in Meldorf bei den Traumausstattern besucht und einen Beitrag für das SH-Magazin gedreht.

Gesendet wurde der Beitrag am Montag, den 8.4.2019 – nachzusehen in der NDR-Mediathek:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Saatgut-von-der-Saatgutboerse-in-Meldorf,shmag62010.html

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Gartenplausch mit Saatguttausch in Meldorf am 7.4.2019

Am Sonntag, 7. April 2019 von 13 bis 17 Uhr findet im Traumausstatter Meldorf, Süderstraße 9 eine Saatgut-Tauschbörse statt. Unter dem Motto „Gartenplausch mit Saatguttausch“ tauschen wir Saatgut und plaudern bei Kaffee und Kuchen über Pflanzen, Fruchtweinherstellung, Saatgutvermehrung, Gärtnern und alles drum herum. Gerne dürft Ihr verwandte Themen auf diesem Treffen einbringen, von Solawi über Permakultur bis Nyeleni.

Seit ein paar tausend Jahren tauschen die Menschen Saatgut untereinander. So brachte die Evolution in den letzten 5.000 Jahren widerstandsfähiges, ertragreiches und sehr unterschiedliches Saatgut hervor.

 *Gartenplausch mit Saatguttausch*

*am Sonntag, 7. April von 13 bis 17 Uhr* *Traumausstatter Meldorf, Süderstraße 9*

 Wer will, bringt Saatgut oder Kuchen oder beides mit, Kaffee von el rojito ist im Ausschank.

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